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E-Book Preisabsprachen: Apples Eddy Cue bestätigt Preisvereinbarungen mit Verlegern

Der laufende Gerichtsprozess um angebliche Preisabsprachen zwischen Apple und diversen Verlegern von Büchern wird immer brisanter. Apples ranghoher Manager Eddy Cue sagte nämlich nun aus, dass es tatsächlich Vereinbarungen gegeben habe, ohne dabei konkrete Details zu nennen. Es heißt jedoch in diesem Zusammenhang, dass diese Deals zu letztendlich höheren Preisen am Markt geführt haben. Der Grad zwischen Vereinbarungen und Preisabsprachen ist zudem gewiss ein schmaler. Cue meinte hierzu, dass man keine illegalen Deals geschlossen habe, was das US-amerikanische Justizministerium aber noch immer vermutet.

Im Detail dreht es sich um die Zeit vor gut drei Jahren, als Apple den iBookstore startete und auch Monate nach dem Erscheinen zahlreicher Titel noch immer hohe Preise von den Kunden forderte. Diese Situation hat sich auch Jahre danach nicht merklich verändert, sodass die US-Justiz Preisabsprachen zwischen Apple und Buchverlegern vermutet. Selbst Amazon hat mit deutlich niedrigeren Preisen versucht, etwas Schwung in den eBook-Markt bringen zu können. Allerdings scheiterte auch der weltweit größte Online-Händler an diesen Vorhaben, denn höchstwahrscheinlich wollten einige Verleger diese günstigeren Preise nicht sehen. Zahlreiche Verbraucher und Fans von eBooks sprechen auch offen Kritik aus und teilen die Vermutung der US-Justiz.

Apple schiebt die Schuld den Verlegern zu

Eddy Cue gab vor Gericht bekannt, dass die Intention für stabile und hohe Preise von den Verlegern ausging, denen die Politik von Amazon nicht gefiel. Amazon hat nämlich teilweise stark reduzierte Angebote kreiert, die im Schnitt bis zu 5 US-Dollar unter den Preisen im iBookstore lagen. Cue fügte zudem hinzu, dass die Buchverleger für die gegenwärtige Preispolitik verantwortlich seien. Apple habe nicht versucht, die Preise zu beeinflussen, so Cue.

Steve Jobs wollte gar keine eBooks anbieten

Ein weiteres Detail deckte die Aussage von Eddy Cue ebenso auf. Der Apple-Manager führte die Verhandlungen mit den Verlegern noch bevor das erste iPad auf den Markt kam. Cue deutete einen regen E-Mail-Verkehr mit dem damaligen Apple-Chef Steve Jobs an. Dieser musste erst von den Möglichkeiten überzeugt werden, dass sich das iPad zu einem populären E-Reader entwickeln könne. Jobs sah dies nämlich zunächst gar nicht vor. Als Jobs jedoch das Potenzial erkannte, legte er die Verhandlungsdetails fest und wies Cue an, Deals mit den Verlegern zu vereinbaren.

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