Cook spendet 100 Millionen für wohltätige Zwecke

Nach dem wenig überraschenden Rekordquartal, möchte Apples operativer Geschäftsführer Tim Cook insgesamt einen Betrag von 100 Millionen US-Dollar spenden. Davon sollen 50 Prozent an die Stanford-Klinik gehen und die andere Hälfte der Initiative Product Red zu Gute kommen. Der vorherige Chef und Firmengründer Steve Jobs, war zu seiner Zeit immer gegen das “Verschenken” von Geld gewesen.

Angesichts der enormen Gewinnsumme dieses Quartals (10 Milliarden Euro), hat Tim Cook sich nun dazu entschieden, eine recht ansehnliche Summe zu spenden. Dies soll er bei dem Mitarbeitertreffen letzte Woche in der Town Hall in New York bekannt gegeben haben. Im Grunde ein Spektakel, da Apple bisher nicht für Spenden bekannt war. Eine weitere Neuerung seit der Cook-Ära.

So möchte die Stanford-Klinik mit 25 ihrer anteiligen 50 Millionen ein neues Gebäude errichten und mit dem Rest ein Kinderkrankenhaus öffnen. Die von U2-Frontman mitbegründete Initiative Red Product hingegen, ist ein großer Unterstützer des International Global Fund, die sich für die Bekämpfung der drei weltweit größten Infektionskrankheiten AIDS, Tuberkulose und Malaria einsetzt. Alles in Allem sehr löbliche Ziele.

Mit der Bereitschaft für Spenden unterscheidet sich Apples neuer Geschäftsführer grundlegend von Steve Jobs. Dieser solle gesagt haben, er lehne es ab, Geld zu verschenken. Ganz anders, als die Initiativen, die seit der neuen Spitze ergriffen werden und wurden. So beispielsweise die Einführung des gesamtunternehmerischen Spendenprogramms, welches Cook zu seinem Amtsantritt einführte. In dem geht es darum, dass jede von einem Mitarbeiter getätigte Spende (bis 10.000 Dollar), von Apple Inc. verdoppelt wird.

Damit kamen letztes Jahr (respektive 3 Monate, da Cook erst im September antrat) allein in den USA 2,6 Millionen Dollar zusammen.Auch die Erhöhungen der Mitarbeiterzuwendungen ab Juli sind ein großes Zeichen der Unterstützung. In denen geht Tim Cook ab von den 25 Prozent generellem Mitarbeiterrabatt, und gibt 250 Euro auf iPads und 500 auf Macs. Dies gilt für jeden der mindestens 90 Tage für Apple tätig ist, was auch für Praktikanten ab 4 Monaten zutrifft.

Mit dieser enormen Wohltat hat Apple mittlerweile also sein drittes Ventil in den sozialen Sektor gefunden. Jeder einzelne davon, seit September 2011. Man könnte nun behaupten Apple könne es sich ja mittlerweile leisten, immerhin macht dieses Spende nur 0,77 Prozent des Gewinns; doch man hätte es sich auch schon vorher leisten können. Spätestens damit ist es offiziell: Cook prägt Apple. Tut er dies nun im Guten(abgesehen davon, dass Wohltätiges natürlich positiv sind) oder wird das das starke Auftreten zukünftig schwächen? Auf jeden Fall jedoch, bekommt der Konzern Apple Inc. damit ein Lächeln auf Image.

Quellen: The Verge / ZDNet




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Cenk studiert Wirtschaftswissenschaften und schreibt seit Dezember 2011 für Apfelnews. Außerdem engagiert er sich außeruniversitär in der Studentenorganisationn SIFE und schrieb bereits ein Buch über die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre... In seiner Freizeit macht er es sich gern gemütlich, und beobachtet die Apple-Produkte dabei, wie sie sein Leben vereinfachen.

Leserkommentare
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  1. iLocke
    03.02.2012, 21:31 Uhr

    ich finde die aktion gut und auch eine lobenswerte summe:) weiter so cook, du machst apple noch sehenswerter :)

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  2. 03.02.2012, 23:53 Uhr

    Gute Vorsätze Tim, weiter so. Hoffentlich nicht nur Politisches kalkül.

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  3. NorbVomOrk
    04.02.2012, 22:56 Uhr

    Find ich gut, jetzt sollte er sich aber auch noch der Probleme bei Foxcon annehmen und auch da sich für das Wohl der Mitarbeiter einsetzen. Bis dahin weiter so und auch gerne mal mehr als 0,77 Prozent.

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