iPhone 4S-Traffic treibt Netzauslastung in die Höhe

Seit sich das Smartphone quasi weltweit etabliert haben, mobiles Internet für jedermann erreichbar ist, und die Netzauslastungen ohnehin in die Höhe geschossen sind, profiliert sich nun das iPhone 4S hier besonders stark, indem es allein doppelt so viel Daten verbraucht, wie sein Vorgänger.

iPhone4SDas war schon was, als das gesamte Internet zur Einführung der Smartphones nicht mehr nur am Heimcomputer nutzbar war; so wurden Facebook, Youtube, Twitter & Co von nun an zum ständigen Begleiter. Zuvor war das undenkbar, ließen sich doch die Provider allerlei Internetdienste auf Handys auf der Rechnung vergolden. Doch seit den Flats sollte auch das kein Thema mehr sein…

Flats, für die die meisten europäischen Netze eigentlich garnicht ausgelegt sind, angesichts der stetig und extrem steigenden Menge an Smartphones. Seit dem iOS 5, und der iCloud ist die Menge an Datentransfers nochmal in die Höhe geschnellt. Es kommt aber noch besser: Studien belegen, dass das iPhone 4S im Vergleich zu seinem Vorgänger doppelt so viel Daten verbraucht. Das soll vor Allem an der neuen Sprachassistentin Siri liegen, und auch hier trägt die Cloud ihren Teil bei. Das neue iTunes Match könnte die Angelegenheit, ja nachdem wie viele diesen Dienst natürlich in Anspruch nehmen, deutlich verschärfen.

Prinzipiell geht aus den Berichten aber auch hervor, dass die Netze zwar ohne Zweifel ausgebaut werden, und auch sollten; Statistiken zur Nutzung jedoch zeigen, dass nur etwa 1 Prozent der Nutzer für 50 Prozent des Traffics verantwortlich sind. Also in etwa: Fast alle rufen nur ihre Mails ab, und einige wenige schauen eben auch Filme oder eine Menge Videos über den persönlichen Hotspot.

Mehr Traffic als das iPhone sollen lediglich die 3G-Modems (USB-Sticks) verursachen, was eine ordentliche Hausnummer für ein “Handy” darstellen dürfte. Es rechnet auch keiner damit, dass sich die Volumina in Zukunft minimieren werden. Sobald irgendwann auch der Letzte sein Nokia 3310 in die Schublade verbannt, und die Smartphones von Jahr zu Jahr noch mehr Funktionen bekommen, ist vielleicht auch bald ein iTunes Match für Filme drin.

Mobiles High-Speed-Internet hapert bis jetzt lediglich am mangelhaften LTE-Ausbau(4G), mit dem wir in Europa, speziell in Deutschland, noch recht hinterher hinken. Im asiatischen Raum ist es deutlich verbreiteter. Aber auch wir werden uns mittelfristig daran erfreuen dürfen. Nicht zuletzt, weil die Gerüchte um LTE-Kompatibilität im iPhone 5/6 zutreffen könnten.

Quelle: Gamona / Hardwareluxxelectronista (engl.)




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Cenk studiert Wirtschaftswissenschaften und schreibt seit Dezember 2011 für Apfelnews. Außerdem engagiert er sich außeruniversitär in der Studentenorganisationn SIFE und schrieb bereits ein Buch über die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre... In seiner Freizeit macht er es sich gern gemütlich, und beobachtet die Apple-Produkte dabei, wie sie sein Leben vereinfachen.

Leserkommentare
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  1. Easylink
    07.01.2012, 20:07 Uhr

    Nicht nur der LTE Ausbau hinkt hinterher. Auch die Drosselung auf GPRS Niveau aller Provider beim erreichen des Traffic Limits ist schon längst nicht mehr zeitgemäß. Die Telekom hat immerhin reagiert, und lässt eine temporäre Aufstockung zu. Dennoch sollte speziell hier mit zweierlei Maß gemessen werden. Es kann nicht sein, dass ein User von 3,2 MBit oder mehr auf 1/50 der Geschwindigkeit gedrosselt wird.

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  2. 08.01.2012, 04:42 Uhr iPhone 4S-Traffic treibt Netzauslastung in die Höhe – Apfelnews | iLaut

    [...] treibt Netzauslastung in die Höhe – Apfelnews Posted on 8. Januar 2012 by Alex iPhone 4S-Traffic treibt Netzauslastung in die Höhe – Apfelnews. Ähnliche ArtikelCulcha Candela – Hungry Eyes [...]

  3. c0mm4nder
    08.01.2012, 07:52 Uhr

    Eigentlich werden die Verbraucher von den Providern doch beschissen. Zuerst waren die Datenvolumen ziemlich großzügig bis eine Drosselung erfolgte. Bei den aktuellen Tarifen ist man mittlerweile nur bei 200-300 MB. Wenn man mehr möchte muss man tiefer in die Tasche greifen. Scheinbar haben sie gemerkt wie viel Traffic die ganzen Smartphones verursachen die zu dieser Zeit im Umlauf sind. Daher hat man still und heimlich die Volumen gekürzt. Es fällt aber nicht groß auf da das meist verborgen im Kleingedruckten steht. Ich finde es zwar gut, dass man immer weiter surfen kann, wenn auch langsamer. Aber ich sehe darin eher eine Rückentwicklung. Die 64 kbit/s nach erreichen des Volumens sind so gut wie garnicht zu gebrauchen. Ich sehe keinen großen Unterschied darin ob ich derartig langsam weiter surfen kann oder ich nach Verbrauch für jedes MB zahlen soll. Daher haben sich die Provider fast dahin zurück entwickelt als es noch keine Flats gab.

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  4. jonny
    08.01.2012, 14:38 Uhr

    Ich selbst arbeite bei der T-Com und vorneweg, ich nehm hier die T-Com nicht in den Schutz. es ist bei allen Anbietern so. Jeder will für wenig Geld eine schnelle, wenn nicht ultraschnelle Verbindung. Muss ja günstig sein. Nur kann ich von keinem Anbieter erwarten dass er das auch macht. Ich kann ja einem Polo auch keine konstante 240 Kmh aus den Rippen drücken. Dann greift halt etwas in die Tasche und besorgt euch ein Benz wenn ihr schnell surfen wollt. Heist der Benz jetzt Telekom oder Rot, Blau Gelb/Grün/Grau.

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  5. iLocke
    09.01.2012, 18:39 Uhr

    naja ich denke doch auch das das netz genrell mehr hergeben könnt bzw. kann ist halt alles ein frage des geldes und deswgeen wird das so richtig fett gedrosselt :)

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